Der (neue) Name

Wenn wir einen erwachsenen Hund adoptieren, kann es von großem Vorteil sein, ihm einen neuen Namen zu geben und mit eben diesem, diese Übung zu trainieren. Vielleicht hat er schlechte Erfahrungen mit seinem „alten“ Namen gemacht. Viele Hunde aus dem Tierschutz kennen Ihren Namen eh noch nicht. Also scheuen Sie sich nicht ihm den Namen zu geben, den Sie für richtig erachten.

 

Das Namenspiel ist eine Möglichkeit, unserem Hund seinen Namen spielerisch zu lehren. Der Name dient nur dazu, die Aufmerksamkeit unseres Hunde auf uns selbst zu lenken. Wir Menschen neigen dazu, den Namen unseres Hundes mit der jeweiligen Handlung zu versehen, die wir in einem bestimmten Moment im Kopf haben. In der einen Situation meint der Name = Sitz in einer anderen Name = Komm her, etc.

 

 

Der Name sollte IMMER positiv und motivierend ausgesprochen werden. Wenn wir über unseren Hund „nörgeln“, nutzen wir seinen Spitznamen. Hunde lernen aus Erfahrungen. Wenn wir mit seinem Namen schimpfen, wird er uns langfristig nicht mehr die positive Erwartungshaltung geben, wenn wir ihn ansprechen.

 

 

     Aufbau Schritt 1:

 

  • Wir üben zu Beginn in einer Umgebung, in der unser Hund wenig abgelenkt ist.
  • Wir sagen einfach seinen Namen und geben ihm augenblicklich etwas sehr Gutes, z.B. ein tolles Leckerbissen 
  • Unser Hund lernt, nach dem Namen passiert was Tolles.
  • Das wiederholen wir 3-5 Mal und dann machen wir eine Pause.

 

 

      Aufbau Schritt 2:

 

  • Wir warten, bis unser Hund mit irgendetwas beschäftigt ist (schnuppern, weggucken, oder ähnliches).
  • Genau in diesem Moment sagen wir seinen Namen.
  • Wenn unser Hund den Kopf zu uns dreht; sofort „loben“ (Markersignal) und belohnen (Futter, Spielzeug, etc.)
  • Wir warten dann bis unser Hund sich wieder mit etwas anderm beschäftigt und wiederholen diese Übung (maximal 3 - 5 Mal).

 

Falls sich unser Hund, mit dem Namenspiel, von etwas ablenken lässt, dass ihn zuvor besonders stark interessiert hat, loben wir ihn noch viel mehr und geben ihm einen „Jackpot“ (z.B. viele Futterbrocken).

 

 

       Wichtig: 

 

  1. Wir erzwingen nichts, sondern warten auf eine Handlung. Selbstständiges Lernen ist nachhaltiges Lernen.
  2. Wir sagen den Namen immer nur EINMAL.
  3. Wir steigern den Grad der Ablenkung immer nur dann, wenn die jeweilige Übung mindestens 90% funktioniert. Soll heißen; erst, wenn die Übung zu Hause klappt, probieren wir es im Garten, danach auf der Strasse und schlussendlich im Park, etc. - Das ist Generalisieren und genau das macht ein Signal im Training mit Hunden allgemein gültig.

"Blue" ist "Blue" geblieben. Sie reagierte sehr gut auf diesen Namen, ich finde ihn schön (nicht mehr so sehr, wenn ich ihn rufe ;o)), sie zeigte keinerlei Meideverhalten auf den Namen und schlussendlich muss ich zugeben, dass ich nicht zu den kreativsten Namenssuchern gehöre. Ich hatte 500 Ideen, konnte mich aber für keine entscheiden. ;o))))

 

Mein Nörgelname für sie ist:

Erna Schabulski... hihi (das war viel leichter)

 

"Blue" ist und bleibt sehr positiv belegt.

 

 

 

 

Deine Hundepsychologin und Shopbetreiberin

Daniela J. Braun

 

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