1. Die Flexileine (Rollleine)


Stellen Sie sich folgendes Szenario vor: Sie gehen entspannt mit Ihrem frisch adoptierten Hund spazieren und haben die Flexileine am Geschirr befestigt, Ihr Hund ist mutig und erkundet an seinen 8 Metern die Welt. Plötzlich sieht er etwas Spannendes und prescht los. Ihnen rutscht die Flexileine aus der Hand und fällt auf den Boden. Ihr Hund erschreckt sich und wird nun auch noch von dem klappernden Kasten verfolgt, während er in wilder Panik flieht...  

 

Eine Flexileine kann ein bequemes Hilfsmittel für Mensch und Hund sein. Jedoch stellt sie gerade für Hunde aus dem Tierschutz eine leicht zu unterschätzende Gefahr dar. 



Meine Trainerkollegin hat einmal selbst beobachtet, wie ein Dackel an der Flexileine überfahren wurde, weil er auf die Straße rannte und der Besitzer die Leine nicht schnell genug kürzen konnte.


Aber was ist die Alternative zu einer Flexileine? 

 

Damit Ihr Hund auch in Zukunft viel Bewegungsfreiheit hat, können Sie ganz einfach eine Schleppleine als Ergänzung zur normalen Führleine nutzen. Wenn diese aus Biothane ist, saugt sie sich auch nicht mit Wasser voll - Biothane bleibt immer ein Leichtgewicht und ist zudem auch sehr einfach im Handling.

 

Außerdem ist die Verknotungsgefahr viel geringer als bei herkömmlichen Nylon-Schleppleinen. Individuelle Biothane-Leinen erhalten Sie in bei Miss Molly's Hundeladen.

 

Geht es bei schlechterem Wetter dennoch mal etwas matschig beim Spiel oder im Training zu, hat EasyDogs den Dreckspatz erfunden. 

 

Schmerzhafte Verbrennungen (bei Hund und Mensch!) sind immer wieder eine unangenehme Begleiterscheinung bei dem Gebrauch von Flexileinen. Wer versucht, seinen Hund schnell zu stoppen, greift oftmals intuitiv in die Leine. Das dünne Seil rutscht durch die Hände und dies kann schwerste Verbrennungen nach sich ziehen. 


Bei einer breiten Führleine ist das Risiko sich zu verbrennen erheblich geringer. 


Für die meisten Menschen ist der Freilauf des eigenen Hundes ein erklärtes Trainingsziel! Eine Flexileine behindert das eigentliche Training dafür, denn durch den permanenten Zug auf der Leine, weiß der Hund sehr genau, ob er angeleint ist oder frei läuft. Mit einer schleifenden Schleppleine schaffen Sie einen wunderbaren Zwischenschritt im Training zwischen voller Kontrolle und absoluter Freiheit.


Des Weiteren ist es für einen Hund sehr schwer an der Flexileine zu lernen, mit lockerer Leine neben dem  Menschen zu spazieren. Der Clou beim Leinenführigkeitstraining besteht darin, dass Ihr Hund lernt, wenn Zug auf der Leine entsteht (die Leine zu Ende ist) selbstständig langsamer zu werden. Bei einer Flexileine ist aber permanent Zug darauf. Der Hund arbeitet quasi stets gegen einen Zug. Zudem ist diese Leine immer wieder unterschiedlich lang. Er versteht es demnach nicht, dass er nur einen bestimmten Radius zur Verfügung hat.


Jetzt liegt es an Ihnen, sich für eine geeignete Leine zu entscheiden - Ihr Hund kann nicht wählen. 


Wenn Sie sich trotz allem für eine Flexileine entscheiden, ist dieser Adapter unverzichtbar, weil er den Gebrauch einer Flexileine zumindest etwas sicherer macht. Kaufen Sie dann bitte eine Flexileine mit Gurtband statt die mit dem Seil, am besten in einer gut sichtbaren Farbe - andernfalls erkennen andere Spaziergänger und Autofahrer die Leine nicht auf Entfernung, was wiederum weitere Gefahren mit sich bringt. 

 

Ich wünsche Ihnen und Ihrer Fellnase sichere und wunderschöne Spaziergänge.

 

Ihre Hundepsychologin und Shopbetreiberin

Daniela J. Braun

 

www.HundGutAllesGut.de

www.MissMollys.de


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Kommentare: 1
  • #1

    ilkavogelgesang@yahoo.de (Dienstag, 07 Februar 2017 17:00)

    Sehr geehrte Frau Braun,

    mit Freude habe ich Ihren obigen Artikel über die Rollleinen gelesen und dass diese zum Training nicht gut geeignet sind bzw. wenn man anstrebt, den Hund frei laufen zu lassen.

    Ich hatte selbst 16 Jahre lang eine Golden Retriever Hündin, die spielerisch gelernt hat ohne Leine zu laufen. Außer wo Leinenzwang war hielten wir diesen natürlich ein. Sie wusste auch genau, dass sie nicht in die Sandkästen darf und hat das strikt eingehalten. Auch eine Straßenüberquerung ohne Leine war kein Problem. Dies nur, damit Sie sehen, dass ich Erfahrung mit Hunden habe.

    Ich war noch nie gut zu sprechen auf diese langen Rollleinen, da ich bei den zahlreichen Spaziergängen mit unserer Goldie feststellen musste, dass diese meist von Hundebesitzern benutzt werden, die es nicht verstanden haben, ihren "Liebling" zu erziehen.

    Seit Goldie nicht mehr lebt fahre ich überall mit dem Fahrrad hin und bin schon oft nur knapp einem Sturz entkommen, weil ich gerade noch in letzter Minute die lange und sehr dünne und vor allem im Dunkeln kaum sichtbare Rollleine wahrgenommen habe. Und ich bin bestimmt keine sehr schnell fahrende Radlerin. Ich bin 60 Jahre alt. Besonders deplatziert ist diese Leine, wenn die Hundebesitzer auf dem Bürgersteig laufen, ihren Hund aber über den Fahrradweg hinweg auf dem Grünstreifen zwischen Straßenrand und Fahrradweg laufen lassen.

    Bitte denken Sie doch auch an die Radfahrer und sagen Ihren Kunden, dass, wenn sie schon unbedingt eine Rollleine benutzen wollen, diese L e i n e wenigstens bei Tag und Nacht gut sichtbar sein sollte. Ein gut sichtbares Halsband nützt da nichts.

    Mit freundlichen Grüßen

    Ilka Vogelgesang